10 Sicherheitsregeln

10 Sicherheitsregeln

1. Überprüfe das Wetter

Überprüfe vor dem Start die Wettervorhersage und sei dir möglicher Wettergefahren bewusst.

Outdoor-Wassersportarten sind stark wetterabhängig. Unerwartete Wetterveränderungen, wie Gewitter, starker Wind oder Regen, können ein erhebliches Risiko darstellen.
Unvorhergesehene Wetterbedingungen können zu gefährlichen Situationen führen, wie z.B. starken Wellen, Sichtbehinderung und erhöhter Gefahr von Blitzschlägen.

Praktische Tipps:

  • Beziehe verlässliche Wetterinformationen von lokalen Wetterdiensten oder spezialisierten Apps. Überprüfe die Wettervorhersage regelmäßig vor und sei während der Wassersportaktivität achtsam.
  • Sei auf schnelle Wetterwechsel vorbereitet. Informiere dich über lokale Wetterphänomene und lerne, Wetterzeichen zu deuten.
  • Erstelle einen Notfallplan für den Fall eines unerwarteten Wetterumschwungs. Dies kann beinhalten, sichere Orte zur schnellen Evakuierung zu kennen und Notfallausrüstung wie Kommunikationsmittel wassergeschützt mitzuführen.
  • Risikobewusstsein: Beurteile das Risiko, basierend auf dem aktuellen und prognostizierten Wetter. Vermeide Wassersport bei drohenden Gefahren wie Gewittern oder starkem Wind.

2. Immer mit Partner

Mit einem Partner bist du sicherer unterwegs.

Respektiere andere: Sei respektvoll gegenüber anderen Teilnehmern, Schwimmern und Bootsfahrern und gib ihnen viel Platz.

Ein Buddy-System im Wassersport erhöht die Sicherheit. Im Falle eines Unfalls oder einer Notlage ist sofort jemand zur Stelle, der helfen oder Hilfe holen kann.
An- und Abmeldung: Sich beim Start und Ende der Wassersportaktivitäten ab- und anzumelden, ermöglicht es, den Überblick über die Teilnehmer zu behalten und schnelle Hilfe im Notfall zu gewährleisten.
Der Wassersport teilt oft begrenzte Ressourcen wie Wasserflächen. Rücksicht auf andere Wassersportler zu nehmen hilft, Kollisionen und Unfälle zu vermeiden.

Praktische Tipps:

  • Partnerwahl: Wähle einen Buddy, der ähnliche Fähigkeiten und Erfahrungen hat. Kommuniziere klar und stelle sicher, dass ihr beide die geplanten Aktivitäten und Routen versteht.
  • Check-In und Check-Out: Melde dich bei einer verantwortlichen Person oder Einrichtung an deinem Standort ab und an. Lass sie wissen, wo du hinwillst und wann du dein Zurückkehren planst.
  • Beachte andere Wassersportler: Sei dir der anderen Wassersportler in deiner Umgebung bewusst. Halte ausreichend Abstand und vermeide Aktivitäten, die andere gefährden könnten.
  • Lernen, auf Notfallsignale zu achten: Kenne und erkenne die gängigen Notfall- und Hilfesignale im Wassersport. Sei bereit, anderen Wassersportlern in Not zu helfen.

3. Kenne die Regeln

Mach dich mit den spezifischen Regeln und Vorschriften vertraut, die für den Wassersport gelten, an dem du teilnimmst, und befolge sie jederzeit. Wichtigkeit des Kennens lokaler Gesetze: Wassersportaktivitäten werden durch spezifische Gesetze und Vorschriften geregelt, die von Ort zu Ort variieren können. Die Kenntnis und Einhaltung dieser Regeln ist entscheidend für die Sicherheit und den reibungslosen Ablauf der Aktivitäten. Verschiedenheit der Gesetze: Abhängig von der Region können unterschiedliche Vorschriften für Geschwindigkeitsbegrenzungen, Abstand zu anderen Wassersportlern oder Schutzgebieten gelten. Praktische Tipps:

  • Informationsbeschaffung: Informiere dich vor Beginn der Wassersportaktivitäten über die lokalen Gesetze und Vorschriften. Dies kann durch Online-Recherche, Konsultation mit lokalen Behörden oder Besuch von Informationszentren erfolgen.
  • Beachtung von Schutzgebieten: Achte auf ausgewiesene Schutzgebiete, in denen bestimmte Aktivitäten eingeschränkt oder verboten sein können.
  • Respektieren von Geschwindigkeitsbegrenzungen und Sicherheitsabständen: Halte dich an die festgelegten Geschwindigkeitsbegrenzungen und Sicherheitsabstände, um Kollisionen und Störungen für die Tierwelt zu vermeiden.
  • Anpassung an regionale Besonderheiten: Jede Region kann eigene Besonderheiten haben.

4. Beurteile Wind, Wellen und Strömung

Beurteile Wind, Wellen und Strömung und sei dir bewusst, dass sich diese Bedingungen rasch ändern können.

Bedeutung der Beurteilung von Wasserbedingungen: Vor dem Start jeder Wassersportaktivität ist es wichtig, die aktuellen Wasserbedingungen einschließlich Wind, Wellen und Strömungen zu bewerten. Diese natürlichen Faktoren können ein erhebliches Risiko darstellen. Starke Winde, hohe Wellen und unberechenbare Strömungen können die Sicherheit beeinträchtigen und das Risiko von Unfällen erhöhen.

Praktische Tipps:

  • Wetter- und Wasserbedingungen überprüfen: Nutze verlässliche Quellen, um die aktuellen und vorhergesagten Wasser- und Wetterbedingungen zu überprüfen. Dies kann über Wetterdienste, spezielle Apps oder maritime Informationsdienste erfolgen.
  • Ratschläge von Einheimischen einholen: Ortskundige und erfahrene Wassersportler können wertvolle Informationen über spezifische Wasserbedingungen und Gefahren bereitstellen.
  • Beobachtung der Umgebung: Achte auf Veränderungen in der Umgebung, wie z.B. sich ändernde Windrichtungen oder Wellenmuster, die auf sich verändernde Strömungen hinweisen könnten.
  • Anpassung der Aktivitäten: Sei bereit, deine Pläne anzupassen oder deine Aktivität abzubrechen, wenn die Bedingungen zu riskant werden.

5. Sicherheit von Ein- und Ausstiegspunkten

Die Sicherheit beim Ein- und Aussteigen aus dem Wasser ist entscheidend für die Vermeidung von Unfällen und Verletzungen. Dazu gehört, sich der Beschaffenheit und der Ausstattung der Zugangspunkte bewusst zu sein.
Berücksichtigung verschiedener Faktoren: Die Sicherheit kann durch viele Faktoren beeinflusst werden, darunter die Beschaffenheit des Untergrunds, das Vorhandensein von Leitern oder Rampen, die Nähe zu anderen Wassersportlern und die allgemeine Zugänglichkeit des Bereichs.

Praktische Tipps:

  • Geeignete Ausrüstung: Trage geeignetes Schuhwerk und benutze die erforderliche Ausrüstung, um sicher ins Wasser zu gelangen und wieder herauszukommen.
  • Überprüfung des Zugangspunkts: Überprüfe den Zustand des Ein- und Ausstiegspunkts vor Beginn der Aktivität. Achte auf potenzielle Gefahren wie rutschige Oberflächen, scharfe Gegenstände oder starke Strömungen.
  • Beachtung von Umgebungseinflüssen: Berücksichtige Faktoren wie Kälte, Ermüdung oder die Anwesenheit anderer Wassersportler, die den Ein- und Ausstieg erschweren könnten.
  • Notfallplan: Hab einen Plan für den Fall, dass der geplante Ausstieg nicht möglich ist, beispielsweise durch Identifizieren alternativer sicherer Ausstiegspunkte vor dem Start der Aktivität.

6. Kenne Deine Grenzen

Kenne Deine Grenzen und sorge für eine fundierte Ausbildung

Bedeutung des Erkennens eigener Grenzen: Das Wissen um die eigenen Fähigkeiten und Grenzen ist entscheidend, um Risiken im Wassersport zu minimieren. Eine Selbstüberschätzung oder der Einfluss von Gruppenzwang kann zu gefährlichen Situationen führen.
Wichtigkeit von Zertifizierungen: Für viele Wassersportarten existieren spezifische Ausbildungsprogramme und Zertifizierungen, die sicherstellen, dass Teilnehmende die erforderlichen Fähigkeiten und Kenntnisse besitzen.

Praktische Tipps:

  • Realistische Selbsteinschätzung: Sei ehrlich zu dir selbst in Bezug auf deine Fähigkeiten und Erfahrungen. Vermeide Aktivitäten, die deine Fertigkeiten übersteigen und lasse Dich nicht von Gruppenzwang leiten.
  • Erwerb von Lizenzen und Zertifizierungen: Nimm an Ausbildungsprogrammen teil und erwirb die entsprechenden Lizenzen oder Zertifizierungen für die Wassersportart, an der du interessiert bist.
  • Steigere dich in dem du deinen Wassersport mit professionellen Ausbildern oder Kollegen mit mehr Erfahrung ausübst.
  • Für Notfälle empfiehlt sich eine fundierte Ausbildung als Ersthelfer zu haben, solche Ausbildungen sollten regelmäßig aufgefrischt werden.

7. Immer die richtige Ausrüstung verwenden

Wichtigkeit der richtigen Ausrüstung: Die Verwendung der korrekten Ausrüstung ist von entscheidender Bedeutung, um ein hohes Maß an Sicherheit im Wassersport zu gewährleisten. Unangemessene Ausrüstung kann auch das Risiko von Hypothermie, Verletzungen und anderen Gefahren erhöhen.
Berücksichtigung von Umweltbedingungen: Die Auswahl der richtigen Ausrüstung hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie Wassertemperatur, Wetterbedingungen und der spezifischen Aktivität. Regelmäßige Ausrüstungskontrolle und nötige Servicearbeiten sind wichtig.

Praktische Tipps:

  • Wahl der passenden Kleidung: Wähle die richtige Neoprenstärke und andere Schutzkleidung, um dich vor Kälte und Verletzungen zu schützen. Dies beinhaltet auch Handschuhe, Kopfbedeckung und Fußbekleidung.
  • Verwendung von Bojen beim Tauchen: Bojen sind ein wichtiges Sicherheitselement beim Tauchen, Schnorcheln und Freiwasserschwimmen, um deine Position im Wasser zu markieren.
  • Tragen von Schwimmwesten und Helmen: Schwimmwesten sollten bei vielen Wassersportarten obligatorisch sein, und in bestimmten Situationen kann auch das Tragen eines Helms notwendig sein.
  • Fachberatung einholen: Lasse dich von Fachleuten beraten, um die für deine Aktivitäten und Bedingungen am besten geeignete Ausrüstung auszuwählen.
  • Auf Notfallsignale achten: Kenne und erkenne die gängigen Notfall- und Hilfesignale im Wassersport. Sei bereit, anderen Wassersportlern in Not zu helfen.

8. Schutz von Schwimmern und Tauchern

Da Schwimmer und Taucher im Vergleich zu Booten oder Jetskis verletzlicher sind, ist es wichtig, stets eine sichere Distanz zu halten, um Unfälle zu vermeiden.
Erkennung von Tauchern: Bojen und aufsteigende Luftblasen können darauf hinweisen, dass Taucher unter der Wasseroberfläche sind. Diese Zeichen müssen immer beachtet werden.

Praktische Tipps:

  • Beachtung von Bojen: Bojen können Taucher oder Schwimmgebiete kennzeichnen. Halte immer einen sicheren Abstand zu diesen Bojen.
  • Achte auf aufsteigende Luftblasen: Aufsteigende Luftblasen können ein Hinweis auf Taucher sein. Vermeide es, über diese Bereiche zu fahren.
  • Meiden von Schwimmer- und Taucherbereichen: Vermeide es, mit Wasserfahrzeugen Bereiche zu befahren, die häufig von Schwimmern und Tauchern genutzt werden.
  • Bewusstsein und Vorsicht: Fahre vorsichtig und sei dir bewusst, dass Schwimmer und Taucher schwer zu sehen sein können, besonders in welligen Bedingungen oder bei schlechter Sicht.

9. Bedeutung der Geschwindigkeitsbegrenzung

Die Einhaltung einer niedrigen Geschwindigkeit in Ufernähe ist entscheidend, um die Sicherheit von Wassersportlern und anderen Personen in der Nähe des Ufers zu gewährleisten. Dies ist besonders relevant in Anbetracht des tragischen Unfalls, der zur Gründung von Safer Shorelines geführt hat. Risiken hoher Geschwindigkeiten: Schnell fahrende Boote in Ufernähe stellen ein erhebliches Risiko für Schwimmer, Taucher und andere Wassersportler dar. Erzeugte Wellen können zum Kentern von kleinen Booten und SUPs führen. Weiters beschädigen diese Wellen ufernahe Vegetation.

Praktische Tipps:

  • Geschwindigkeitsbegrenzungen einhalten: Halte innerhalb eines 300-Meter-Abstandes vom Ufer eine niedrige Geschwindigkeit ein.
  • Bewusstsein für die Umgebung: Sei dir der Nähe zum Ufer und der möglichen Anwesenheit von Personen und Tieren im Wasser bewusst.
  • Vorsicht und Rücksichtnahme: Fahre immer vorsichtig und mit der nötigen Rücksicht, um die Sicherheit aller im Wasser und am Ufer zu gewährleisten.
  • Berücksichtigung lokaler Vorschriften: Beachte zusätzlich lokale Vorschriften bezüglich Geschwindigkeitsbegrenzungen in Ufernähe.

10. Genieße die Natur und schütze die Umwelt

Ein respektvoller Umgang mit der Umwelt und dem marinen Ökosystem ist entscheidend, um die natürliche Schönheit und Vielfalt zu bewahren. Wassersportler sollten sich als „gute Gäste“ in der Natur verhalten.
Vermeidung von Störungen: Es ist wichtig, marine Lebensräume zu schützen und Störungen der Tierwelt zu vermeiden.

Praktische Tipps:

  • Schutz der Uferböschungen: Vermeide es, Uferböschungen zu beschädigen oder zu erodieren.
  • Meidung von Naturschutzgebieten: Halte dich von ausgewiesenen Naturschutzgebieten fern und beachte lokale Vorschriften zum Schutz der Umwelt.
  • Keine Verschmutzung: Vermeide es, Abfälle ins Wasser zu werfen und achte darauf, keine Verschmutzung zu verursachen. Wenn du Plastik oder andere Verunreinigungen siehst, scheue dich nicht diese mitzunehmen und richtig zu entsorgen.
  • Rücksicht auf die Tierwelt: Verhalte dich ruhig und zurückhaltend, um Tiere nicht zu stören. Vermeide es, Meereslebewesen zu berühren, zu füttern oder ihnen auf andere Weise zu nahe zu kommen.
  • Taucher sollten die Fertigkeit des Schwebens beherrschen, um den Grund und Korallen nicht zu zerstören.